Der Sämannplatz ist offiziell eingeweiht!
Nach der Abnahme durch die Untere Naturschutzbehörde, konnte der Brauchtumsverein Niederhöchstadt am Sonntag, den 12. April 2026 den „Sämannplatz“ einweihen und somit offiziell für Besucher freigeben.
Die Schaffung eines Biotopes um die anlässlich der 1250 Jahrfeier von Eschborn aufgestellte Flechtfigur „Sämann“ mit ihrem Füllhorn, wurde durch den Erlös aus dem Stadtradeln 2024 unterstützt. Dafür wurde damals der Projektvorschlag des BV „Gemeinsam mit Kindern ein Platz für Insekten und Amphibien zu schaffen“ durch die Stadt Eschborn ausgewählt.
Zusammen mit den handwerklich begabten Mitgliedern sowie Kindern der Einrichtungen Dörnweg und Weingärten wurde nach und nach ein Steinhaufen für Amphibien, zwei Benjeshecken für Kleintiere, ein Sandarium für Wildbienen und ein Wagenrad-Insektenhotel für Bestäuber geschaffen. Auch ein Holzstapel aus Birkenholz wurde aufgeschichtet. Die Holzstämme wurden von den Kindern mit der Ziehsäge bearbeitet.
Pädagogisch wertvoll für Groß und Klein befinden sich Informationstafeln, versteckt in schützenden Klappkästen, auf denen Sinn und Nutzen der einzelnen Biotopbestandteile nachzulesen sind.
Wichtig bei der Umsetzung war das sich die einzelnen Mitglieder mit Wissen, Ideen, Schaffenskraft und auch finanziell beteiligt haben. Es gab einige Widrigkeiten zu bewältigen und gutgemeinte Planungen durch neue Erkenntnisse immer wieder anzupassen. Hier war es die Vielfalt von Alt, Jung sowie neuen Ideen und viel Erfahrungswissen, das zum Erfolg führte.
Gut, dass es im Verein einen Imker, einen Schmied, einen GaLa-Bauer, einen Vollbluthandwerker, jemand mit Dachdeckerkenntnissen, einen Hobbylandwirt und eine Weidenflechterin gibt. Dazu Bekannte aus dem Holzgewerbe und der Baumpflege. Beraten wurde der Verein zudem von jemanden des Landschaftspflegeverbandes und der UNB. Zwei Erzieherinnen aus dem Verein halfen mit ihren Kindergruppen stetig bei den einzelnen Schritten, also Aufbau des Steinhaufens, Bau der Benjeshecken und füllten das Insektenhotel mit Lehm, Bambus und Ziegeln. Auch gaben sie dem Hotel einen Namen „Hotel Vierjahreszeiten“ und malten das Schild dazu. Zukünftig wird der Platz mit Hilfe von Kindern gepflegt und zur Tierbeobachtung genutzt werden.
Diese Menschen und die ganzen Helfer im Verein, haben das alles möglich gemacht. Voraussetzung war aber die Unterstützung durch die Stadt Eschborn, besonders Stadträtin Frau Grade und Nils Hoffmann. Ein besonderer Dank gilt Stephan Aders und Frau Seyfart, die dem Verein 1/3 des Grundstückes zur Verfügung stellen, da der nur 2/3 der Fläche gehört der Stadt Eschborn.
Sehr wichtig waren auch die Spenden des speziell erforderlichen Wildbienensandes, von Erde und der nötigen Transportfahrten. Ohne diese kostenlose Unterstützung, wäre es für einen kleinen Verein, wie den BV so ein Projekt nicht möglich gewesen.
Zur Einweihung selbst, gab es die Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Thomas Henrich. Danach richtete die 1. Stadträtin, Bärbel Grade, Grußworte an die Gäste und bedankte sich beim BV für die geleistete Arbeit für das Allgemeinwohl. Simone Gottschalk, die die Projektleitung innehatte, erläuterte im Anschluss die einzelnen Bestandteile des Biotops. Eine besondere Ehre wurde dem Platz durch Heiko Dörhöfer vom Trägerverein HAOR zu Teil, als er das Schild der Apfel- und Obstwiesenroute, auf dessen Wegeführung der Sämannplatz liegt, übergab. Es wurde noch vor Ort montiert. Als Geschenk übergab dieser noch einen Hochstammapfelbaum, der später noch auf das Grundstück gepflanzt wird.
Danach wurde den Spendern und Helfern mit einem Glas Blütenhonig vom Imker des Vereins, gedankt. Passt dies doch zum Sinn des Biotops nämlich Insekten für die Bestäubung zu vermehren und zu erhalten.
Im Anschluss gab es bei Kaffee- und Kuchen Gelegenheit ins Gespräch zu kommen, zu fachsimpeln und über das Erlebte der letzten 1 1/2 Jahre seit Projektbeginn zu sprechen. Der schönste Platz dafür war die vom Verein aufgestellte Vereinsbank gegenüber dem Sämannplatz. Diese Eichenbank trägt den Namen „Vierjahreszeiten-Bank“ da die Rückenlehnen aus 4 ausgedienten Stuhllehnen mit entsprechenden Schnitzereien besteht.
Der Brauchtumsverein hofft das viele Großeltern, Eltern und Pädagogen den Platz mit Kindern besuchen und er ihnen eine besondere Freude bereitet. Am Insektenhotel ist gerade jetzt viel zu beobachten.

















