Appetitliche Gestaltung am Glascontainer in Niederhöchstadt.
Nunmehr seit sechs Jahren wartete eine Idee des Brauchtumsverein auf Verwirklichung. Es war ihm nämlich ein Dorn im Auge, wie die Wand der städtischen Garagen hinter der Abgabestelle für Glas in der Steinbacher Straße aus sah. Deshalb der Wunsch, die Wand mit einem Gemälde verschönern zu lassen.
Gerhard Wachinger vom BV ging 2019 auf den Schulleiter, Adnan Sheikh, der Heinrich von Kleist Schule, mit der Absicht, eine der Kunstklassen dafür zu gewinnen, zu. Dieser war sofort bereit und hatte sogar dafür ein Budget. Dann kam „Corona“ dazwischen. Dann wechselte bekanntermaßen die Schulleitung und es gestaltete sich sehr schwierig das Vorhaben wieder anlaufen zu lassen.
Zwischenzeitlich hatte die Schule kein Geld für solche Projekte mehr zur Verfügung. Auch für den Brauchtumsverein überstiegen die geplanten Kosten die Möglichkeiten. Das es nun doch möglich wurde, war die Beantragung von Gerhard Wachinger nach Geld aus dem Bürgerbudget der Stadt Eschborn. Ein Topf eigens dafür geschaffen, gute Ideen der Bürger umsetzbar zu machen.
Für die Ausführung konnte Kunstlehrer Paul Lins mit seinem Kurs gewonnen werden. Diese hat den Schwerpunkt der Wandmalerei. Schülerin Hidemi Nakamoto, machte einen Entwurf mit einem Apfelmotiv, das dem Brauchtumsverein sehr gut gefiel und von der Stadt Eschborn abgesegnet wurde.
Die Stadt selbst hat mit einem Mitarbeiter unterstützt, der die Garagenwand mit einem Hochdruckreiniger sauber gemacht hat. Gerhard Wachinger hat das Ganze danach weiß gestrichen und imprägniert.
Dann haben Mitglieder des Brauchtumsverein zusammen mit dem Lehrer die Farben und sonstige Hilfsmittel bei der Firma MEG aus Oberhöchstadt eingekauft. Diese wiederum fanden das Projekt so schön und gaben uns 25 % Nachlass. Auch hier geht ein besonderer Dank, an Herrn Lins für seine fachliche und farbliche Expertise und dass er sich die Zeit für den Einkauf in seiner Freizeit genommen hat.
Am Donnerstag, den 28. Mai war es dann endlich, soweit. 16 Schüler, fanden sich um 9:00 Uhr an Ort und Stelle ein, wo Simone Gottschalk, bereits mit ihrem VW Bulli und den Farben, Pinseln, Leitern etc. wartete.
Bis 15.30 Uhr dauerte es die Garage mit dem Apfelmotiv zu verschönern. Das war bei der Hitze eine große Herausforderung, drohte doch die Farbe direkt am Pinsel zu trocknen.
Zur Erleichterung der Arbeit gab es poppige Musik und viel zu trinken. Auch kam eine Mutter vorbei und spendierte allen ein Eis.
Die Wachingers vom Brauchtumsverein organisierten neben den Getränken mit Saft und Wasser auch das Mittagessen. Der Hitze angemessen gab es Gemüsesticks mit Dips, Tomaten und Obst. Besonders beliebt, waren, die Wassermelonen.
Die motivierten Schüler, haben mit ihrem Lehrer wirklich hart gearbeitet und was Schönes und Bleibendes geschaffen und sich mit ihren Namen verewigt. Nun bleib zu hoffen, dass das Gemälde allen, die ihr Glas abliefern, vorbei laufen oder fahren, eine Freude bereitet.
Kleines Manko bleiben allerdings die mit Graffiti beschmierten Türen der Garage. Die hätten wir gerne gleich uni mit angemalt und hatten dazu die Unterstützung der Stadt beim reinigen angefragt. Die Antwort steht bis jetzt aus!
